Kroatien

Oft werden wir als alte Kroatienfahrer - immerhin schon seit 20 Jahren - nach unseren Reiseerfahrungen, Reiserouten und Eindrücken gefragt. Wie ist das Wetter? Ist es dort teuer? Wie kann man sich verständigen? Kann man alle uns bekannten Produkte auch dort kaufen? Welche Unterbringungsmöglichkeiten gibt es? Wo kann man gut surfen? Wann ist die beste Reisezeit? Was lohnt eine Besichtigung?

Wir sind zwar nicht die Besitzer eines Reisebüros, aber trotzdem geben wir gerne Auskunft, da wir mit unseren Reisen dorthin nur die besten Erfahrungen gemacht haben.
Kroatien versucht nach dem Krieg europäischen Standart zu halten. Zwar sieht man viele Spuren des Krieges (verlassene Dörfer, zerschossene Häuser, verminte Gebiete neben der Strasse), doch an der Küste ist dieses kaum noch zu entdecken.
Die Preise für Grundnahrungsmittel sind den deutschen vergleichbar. Der Besuch eines normalen Restaurants ist einwenig billiger als in Deutschland. Die Märkte, die es in jeder Stadt gibt, sind mit frischen, preiswerten Waren bestückt. Man kann alle Sachen kaufen, die es bei uns auch gibt. Die Unterbringungsmöglichkeiten sind vielfältig. Sie reichen von Campingplätzen der verschiedensten Kategorien über Zimmer, Appartments, Pensionen, bis hin zu Luxushotels. In der Hauptsaison erreichen sie das
Preisniveau, das in Deutschland außerhalb der Saison üblich ist.
Liebt man, so wie wir, nicht die massenhafte Ansammlungen von Touristen, ist die beste
Reisezeit der Herbst (ab September).Man kann noch bis in den November hinein im Meer baden, die Sonne scheint noch heiß - häufig ist allerdings das Grüne der Natur den sommerlichen gleißenden Strahlen der Sonne zum Opfer gefallen.
Legt man auf das Baden in angenehm warmen Wasser keinen großen Wert, so bietet sich auch die Zeit von Ende März bis Juni an. Zu dieser Zeit erwärmt sich das Wasser, die Frühlingssonne führt zu einer nicht erwarteten Rötung der Haut und es grünt und blüht überall. Natürlich gibt es auch mal eine Regenperiode, doch wie immer am Meer ist sie selten von langer Dauer.
Als sehenswert empfanden wir die Plitwitzer Seen und die Krker Wasserfälle. Die sollte man im späten Frühjahr besuchen, da dann ausreichend Wasser die hohen Wasserfälle und Kaskaden herunter stürzt. Auch die gesamte Küstenstraße von Rijeka bis Dubrovnik zu befahren, ist ein Erlebnis. Immer wieder schmiegen sich Dörfer und kleine Städte mit hoch aufragenden Kirchtürmen an die felsigen Küsteneinschnitte, die kleinen und auch größeren Inseln liegen wie Schildkrötenpanzer im blauen Meer. Mal erheben sich neben der Straße hohe Kalksandsteinfelswände, mal blickt man in Richtung Meer einige hundert Meter in tiefe Abgründe. Man kann diese Eindrücke kaum beschreiben - die Sonne, das Meer, die Luft, die Landschaft - man sollte sie selber erfahren!
Für Wassersportler ist Kroatien ein Paradies. Nagelneue Marinas an der Küste und auf den Inseln ermöglichen den Bootfahrern das Land von der Seeseite kennen zulernen.
Surfen ist eher im Frühjahr oder Herbst möglich. Im Sommer geht meistens nur ein laues Lüftchen ,das für Surfanfänger gerade noch so ausreicht.
Mit der deutschen Sprache, aber auch mit Englisch, kann man sich meistens gut verständigen. Sollte es mal nicht klappen, nimmt man Hände und Füße dazu.
Die Menschen sind freundlich, hilfsbereit, offen und meistens auch ehrlich. Uns ist weder eine Tasche mit Geld und all unseren Papieren, die wir eine ganze Nacht auf einer Bank am Meer liegen ließen, noch eine Tasche mit gleichem Inhalt, die wir am Einkaufswagen im Supermarkt hängen ließen, abhanden gekommen.

Bilder aus Kroatien

Liste von Campingplätzen